Ubuntu 10.04, Claws-Mail und SSLTuesday, 4. May 2010
Ich gebe zu, dass ich immer seltener ein Ubuntu Linux einsetze und stattdessen langsam zu Arch Linux wechsel. Auf der Arbeit habe ich allerdings noch Ubuntu und dort wollte ich die Tage auf die neue Version 10.04 aktualisieren. Nach einigem hin und her hat es dann doch geklappt (man muss dazusagen, dass das die ersten Updateprobleme waren die ich seit 5.04 hatte), allerdings wollte Claws-Mail einfach nicht mehr so richtig funktionieren.
Richtige Anhaltspunkte hatte ich anfangs nicht. Das Netzwerkprotokoll war nicht besonders auskunftsfreudig: ** SSL-Verbindung fehlgeschlagen Also bin ich nochmal alle Einstellungen durchgegangen, jedoch war hier alles korrekt. Ich habe gehofft, dass die neuere Version 3.7.5 aus dem PPA-Repository dieses Problem behebt, leider war dem nicht so. Das Problem blieb bestehen. Danach habe ich das Mailprogramm nochmal aus dem Terminal gestartet und gehofft, dass ich hier noch einige Fehlermeldungen finde. Viel war es zwar nicht, was ich da fand, aber doch gab es hier eine weitere Meldung: GNUTLS ERROR: ASN1 parser: Element was not found. Okay, das hat mich dann doch weitergebracht. Also hing es entweder an gnutls oder libtasn1. Nach einigem hin und her habe ich das Problem dann gefunden. Wenn libgnutls13 installiert ist, versucht er diese alte Version anstatt libgnutls26 zu verwenden. Also habe ich libgnutls13 deinstalliert und siehe da: Schon hat IMAP via SSL wieder funktioniert. Die gute alte ZeitTuesday, 3. November 2009
Wer hätte denn gedacht, dass ich mit 29 Jahren schon nostalgisch werde? Ich zumindest am allerwenigsten. Aber in letzter Zeit passiert dies immer häufiger. Dann denke ich zurück an die Zeit meines geliebten C64ers oder meiner Amigas und irgendwie finde ich es schade, dass so viele Leute diese Zeit gar nicht wirklich miterlebt haben. So vieles, was heute selbstverständlich ist, wissen doch einige Menschen gar nicht zu schätzen.
Wenn ich dann auch noch sehe wie verschwenderisch manche Softwareentwickler programmieren, dann bin ich oft nur am Kopfschütteln. Klar, man muss mit den Ressourcen nicht mehr so sparsam sein wie früher, aber wenn ich sehe, dass manche Leute 128 MB an Arbeitsspeicher oder mehr für ein einzelnes PHP-Script fordern, dann verliere ich echt irgendwie den Glauben an eine vernünftige Entwicklung. Ein Beispiel, was man Anfang der 90er aus einem Amiga 500 holen konnte: Denkt euch diese ekelhaften Kompressionsfragmente weg und ihr habt ein tolles Demo genannt "State of the Art" von Spaceballs. Erschienen im Dezember 1992. Diese Demo hat 660kb und lief auf einer Maschine mit 512 Kilobyte RAM und 7,09 Mhz (In der PAL-Version). Was mich mal interessieren würde: Wenn das heute jemand dieser oben genannten Entwickler nachbauen würde, wieviel Platz würde das letztendlich verbrauchen und welche Anforderungen hätte es an die Hardware? Was an manchen RSS-Feeds nervtMonday, 12. October 2009
Was in letzter Zeit doch etwas nervt: Da öffnet man seinen Feedreader und sieht erstmal das hier
![]() Oder etwas in dieser Art: ![]() Ich abonniere Blogs aber eigentlich für die Artikel die dort veröffentlicht werden, nicht für irgendwelche Bookmarks. Falls ihr so etwas in ihrem Blog habt, dann überlegt euch bitte, ob euer Publikum das auch wirklich lesen möchte, oder ob es vielleicht doch Abonennten eher abschreckt/nervt. Danke. Seltsame PHP-Tipps von GoogleThursday, 25. June 2009
Also manchmal gibt einem Google schon sehr sonderbare Tipps. So z.B. aktuell bei "Let's make the web faster" bzw. um genauer zu sein bei "PHP performance tips".
Eines der genannten Beispiele ist dies hier:
Okay, es mag durchaus korrekt sein, dass man nicht unnötig Variablen kopieren soll. Aber dieses Beispiel ist wirklich der Abschuss und für Neulinge auch gefährlich. Alles was vom User kommt muss vorher geprüft werden und auf keinen Fall sollte es direkt ausgegeben werden. Ich glaube das ist mitunter eine der ersten Grundlagen, die man beim Programmieren lernt. Hoffentlich macht dies nun niemand nach, denn dies führt sicher zu Sicherheitslücken. Und wenn es ihnen wirklich um den Speicher geht, den andere in ihrem Code verschwenden: Vielleicht hätten sie dann auch mal zeigen sollen, dass man via unset() auch wieder den Speicher freigeben kann. Von dem nächsten Beispiel wusste ich, dass es kommt, noch bevor ich den Artikel angeklickt habe. Use single-quotes for strings. Es hält sich immer noch das Gerücht, dass '-Quotes um ein vielfaches schneller wären als "-Quotes. Dies mag vielliecht in anderen Sprachen der Fall sein, in PHP ist dies jedoch (leider?) nicht so. Zumindest nicht so sehr, dass es meiner Meinung nach relevant wäre. Ich habe hier ein kleines Beispiel: <?php Und hier jetzt mal ein paar Ergebnis: 1. Durchgang: Diesen Test habe ich auf einem nicht besonders schnellen Desktoprechner gemacht mit einem PHP ohne Cache etc. Das Ergebnis zeigt mir im besten Fall einen Geschwindigkeitsvorteil von rund 0.03 Sekunden bei 10 Millionen Durchgängen. Einmal war es sogar mit " schneller. Es mag also sein, dass das einfache Anführungszeichen einen absolut minimalen Geschwindigkeitsvorteil bringt, aber sollte man dafür wirklich seinen Quellcode irgendwie überarbeiten? Die Zeit kann man wahrlich besser nutzen. Einen vergleichbaren Test habe ich für den nächsten Tipp mit print und echo durchgeführt. Hierauf möchte ich nun nicht wirklich groß eingehen, denn Wiederholungen sind langweilig. Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte: Nehmt diese Tipps bitte nicht als Bibel und besteht darauf, nur weil es von Google kommt. Auch Google kann sich mal irren. Vor allem wenn man sich mal ansieht wieviele Seiten Google eigentlich mit PHP gemacht hat. Spontan ist mir nun gar keine eingefallen, aber Radio hat mir dann den Google-Store genannt. Die wohl wichtigste Seite im Google-Imperium. Was kann man Forenbenutzern zumuten?Thursday, 18. June 2009
Manch einer kennt vielleicht die Band Welle: Erdball. Vor mehreren Jahren richtete Kilian ein Forum für diese Band ein, welches daraufhin auch gut besucht und genutzt wurde. Nach einiger Zeit verschlechterte sich aber deutlich die Stimmung in diesem Forum und viele machten den Admin dafür verantwortlich. Dies ging so weit, dass er daraufhin gar keine Lust mehr auf das Forum hatte und es an mich abgab. Daraufhin habe ich mich erstmal einige Zeit darum gekümmert, jedoch wiederholte sich die Geschichte und diesmal war u.a. ich im Visier der User. Ein einfaches Sperren der Störenfriede reichte nicht aus, denn man kann sich ja leicht einen weiteren Account erstellen. Als dann noch einige Leute anfingen Exploits am Forum anzuwenden, wurde es mir zuviel und das Forum ging offline.
Dies ist nun einige Jahre her und seitdem sind wir am überlegen wie man, wenn man ein neues Forum aufsetzt, diese Probleme verhindern kann. Würde sich der normale Benutzer mittels eines Briefes bei einem Forum anmelden, oder kann man das einem einfachen Fan einer Musikgruppe nicht zumuten? Die Idee dahinter ist, dass die Anonymität im Forum ein bisschen verloren geht und man sich auch nicht mehr innerhalb ein paar Sekunden zig neue (Fake-)Accounts einrichten kann. Weiss jemand wie man sonst solche Probleme umgehen kann? Oder hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Qype goes retroMonday, 2. March 2009
Ja, einige haben sich gefragt was dieses neue Layout von Qype soll. Viele empfinden das, im Vergleich zu früher, als einen Rückschritt. Qype würde nicht mehr seriös aussehen war nur eine der Meinungen, die ich vernommen habe. Auch in einem offiziellen Blogbeitrag wurde über die Kommentarfunktion gemeckert.
Schauen wir uns das doch erstmal genauer an... Hier ist das alte Logo noch einmal: ![]() Und hier sehen wir einen kleinen Teil der aktuellen Seite: ![]() Erst empfand ich das neue Design auch als gewöhnungsbedürftig, aber dann habe ich es verstanden! Wie ein Blitz traf es mich, als ich über die guten, alten Zeiten nachgedacht habe. Klar, retro ist in und genau das hat Qype auch bemerkt. Denn die Farbgebung kam mir gleich irgendwie bekannt vor. Nun ist es mir klar woher ich es kenne: CGA! Viele Jungspunde werden diesen, von IBM 1981 geschaffenen, Grafikkartenstandard gar nicht mehr kennen. Aber wer damals noch mit mit einem XT oder AT gearbeitet hat, wird es noch kennen. Falls diese Personen sogar noch damit gespielt haben, so geraten sie vielleicht sogar ins schwärmen. Bei einer Auflösung von 320*200 waren schnelle Grafiken am PC möglich und man hatte sogar 4 Farben zur Auswahl. Diese vier Farben waren bei Spielen meistens Schwarz, Magenta, Cyan und Weiß bzw. Hellgrau. Hier ein Beispiel eines Spieles: ![]() Ja, wer wird hier nicht nostalgisch? Winter Games für den PC. Und genau an diese Zeiten möchte Qype wohl erinnern. Also reitet man auf der Retrowelle mit. Noch ist Qype ein bisschen zu modern, sprich: Die Farbpalette passt nicht so ganz. So wäre es passender: ![]() Qype in 320*200 Pixel samt 4 CGA-Farben. Aber ich bin sicher, dass dies absichtlich so gemacht wurde. Denn früher hat ein Monitor die Farben nicht wirklich farbecht angezeigt und viele Personen haben sich den Monitor sowieso strahlender anzeigen lassen, so dass dieses Grau auch wirklich ein Weiß war. Somit würde die Farbgebung also wieder passen. Also liebe Jungs von Qype. Ich als bekennender Retrofan bin auf eurer Seite. Hört nicht auf die Kritiker, denn wahrscheinlich verstehen sie einfach nicht den Sinn hinter der Farbgebung. Linux vs. WindowsTuesday, 6. January 2009
Alleine die Dauer des Bootvorgangs ist doch einer der Gründe, wieso ich lieber die Linuxvariante verwende. Okay, fairerweise muss man jedoch noch dazusagen, dass sich die Modelle unterscheiden. Die Linuxvariante (links) ist ein Acer Aspire One A110L mit 512 MB RAM und einer 8 GB großen SSD. Die Windowsvariante (rechts) ist ein Acer Aspire One A150X-3G mit 1 GB RAM und einer 120 GB großen Festplatte. Jetzt könnte man behaupten, dass das Solid-State-Drive Schuld an dem Unterschied ist, jedoch hatte ich auch schon ein Windows und ein anderes Linux auf dem A110L installiert und schon dauerte der Startvorgang erheblich länger. Linpus Linux scheint wirklich stark auf dieses Gerät optimiert worden zu sein. GTA 4 für den PC - Ein schlechter ScherzWednesday, 3. December 2008
Gerade durfte ich einen netten Artikel bei Golem über Grand Theft Auto 4 lesen.
Und wenn ich zitieren darf: Kein Scherz: Wer in GTA 4 am PC den Spielstand speichern möchte, muss zwingend Mitglied im Microsoft-Angebot Games for Windows Live sein. Das kostet zwar nichts - aber wer das einfach nicht möchte, kann GTA 4 nicht sinnvoll spielen, und müsste sich außerdem an allen möglichen und unmöglichen Stellen penetrant an den Service erinnern lassen. Falls der Spieler außerdem noch mit bis zu 31 anderen Teilnehmern die Multiplayermodi ausprobieren oder ein Ingame-Video erstellen und bearbeiten möchte, muss er zusätzlich der Rockstar-Social-Club-Community beitreten. Immerhin funktioniert das Speichern auch dann, wenn Games for Windows Live im Offlinemodus läuft. Besonders hervorzuheben ist noch dies: Als Kopierschutz kommt SecuRom zum Einsatz. Anzumerken wäre noch: Wer sich das Spiel beim Valve-Downloaddienst Steam kauft, kann ohne DVD spielen, muss dann aber als drittes Programm neben Games for Windows Live und Rockstar Social Club auch die Steam-Software im Hintergrund laufen lassen. Alleine SecuROM ist meiner Meinung nach ein Argument GEGEN das Spiel. Und wieso man nicht einfach so speichern darf, kann wohl auch niemand beantworten. Und dann wundert sich die Branche, wieso die Verkäufe für PC-Spiele zurückgehen? Ich bin gespannt wieviele Benutzer sich das wirklich gefallen lassen. Barbarians Led by Bill GatesFriday, 28. November 2008
Gestern habe ich "Barbarians Led by Bill Gates - Microsoft von innen betrachtet" fertig gelesen und finde, dass es, wenn man von der Selbstbeweihräucherung des Herrn Ellers absieht, recht lesenswert ist. Vorausgesetzt man möchte ein bisschen mehr über die bisherige Entwicklung von Microsoft erfahren.
Eine Stelle möchte ich jedoch unbedingt zitieren: 1988 war Rob Glaser, der für den Bereich Multimedia und Konsumgüter verantwortlich war, zu Microsoft gekommen, im Gepäck einen Planer namens "Project". Eller beschloss, ihn auszuprobieren, doch die Anwendung funktionierte nicht für die Planung von Softwareprojekten. Man musste Anfangs- und Endtermine eingeben, etwas von dem jedes Schulkind weiss. dass das bei der Softwareentwicklung unmöglich ist. Herrlich. Dies entspricht absolut meiner Meinung. Open Source Expo IITuesday, 4. November 2008
"Open Expo + Open Stage = Open Opportunities!" So wurde und wird die "Open Source Expo II" beworben. Unglaublich wie oft man doch in ein paar Sätzen das Wort "open" verwenden kann. Leider scheinen die Veranstalter aber selbst nicht wirklich offen gegenüber den Besuchern zu sein. Denn eigentlich wollte ich diese Expo besuchen. Zuerst wurde die Expo für den 28. bis 30. Oktober angekündigt, wie man auch z.B. noch bei Pro-Linux nachlesen kann. Nach der ersten Ankündigung war ich auch sehr daran interessiert diese Veranstaltung zu besuchen und habe mich gleich angemeldet und bei meinem Arbeitgeber für den 30. Oktober einen Tag Urlaub genommen.
Die Zeit verging und am 29. Oktober habe ich mich schon ziemlich darauf gefreut, schliesslich habe ich von der ersten Veranstaltung im Mai nur Gutes gehört. Ich bin nochmal auf die Seite openexpo.de um nachzusehen, welche Vorträge etc. es geben wird. Leider wurde die Seite aber seitdem nicht aktualisiert, was ich als sehr seltsam empfand. Ich habe meine E-Mails durchgesucht, ob seit der Bestätigung der Anmeldung noch ein Hinweis auf das Programm oder gar eine Absage versandt wurde. Aber nein, ich habe keinerlei Benachrichtigung bekommen. Ich habe versucht mich beim Veranstalter zu melden, aber auf meine Anfragen via E-Mail kamen keine Antworten (okay, das war wohl auch recht kurzfristig) und am Telefon hat niemand meinen Anruf entgegen genommen. Nachdem ich mich etwas bei anderen Quellen umgehört habe, hat man mir bei pro-linux gesagt, dass das ganze wohl ausfällt. Am nächsten Tag folgte auch die Gewissheit: Auf der Homepage zur Open-Expo wurde auf einmal Juni 2009 als Datum genannt. Vielleicht als Reaktion auf meine Nachfrage? Alles wurde jedoch noch nicht geändert. Im Titel der Seite findet man noch das Jahr 2008 und z.B. beim Call For Papers heisst es, dass dies noch bis September läuft. Ich ärgere mich auf jeden Fall über die nicht vorhandene Informationspolitik und meinen nun mehr oder weniger verschwendeten Urlaubstag. Vielen Dank auch. Zu einem Besuch im Juni 2009 werde ich jedenfalls allen abraten. Kleine KostbarkeitenTuesday, 30. September 2008
![]() Darüber bin ich beim Aufräumen gestolpert. Hach ja, wie schön waren damals die OS/2 und BeOS-Zeiten. All die Schätze, die ich auf Disketten gefunden habe, lasse ich jetzt aber besser mal außen vor. Nachteile von OpenSource - OpenaArena 0.8.0 wurde zurückgezogenFriday, 26. September 2008
OpenSource hat ja bekanntermaßen nicht nur Vorteile. Ziemlich hart hat es nun die Macher des Spiels OpenArena getroffen. Am 8. August wurde endlich OpenArena 0.8.0 veröffentlicht. Am 19. September musste diese Veröffentlichung jedoch leider zurückgezogen werden.
Wieso? Zur Version 0.8.0 wurden anderen Personen Texturen beigetragen, welche jedoch nicht unter der GPL lizenziert wurden, und auch nicht freie Software sind. Somit darf die Software erst gar nicht angeboten werden. Leider wurde dies erst einige Zeit nach dem Release bemerkt. Fraglich ist, ob einige Linux-Distributoren vielleicht schon auf die neue Version umgestiegen sind und was sie in diesem Fall nun gegen den Lizenzverstoß unternehmen. Die Macherin "leilol" zeigte sich ziemlich frustriert und hat natürlich den Download des 3D-Shooters entfernt. Somit ist es momentan nicht möglich eine Version von OpenArena auf der Seite herunterzuladen. Man arbeitet nun fleissig an 0.8.1, welche die betroffenen Texturen entfernt und angepasste Maps mitliefert. Unboxing: Acer Aspire OneMonday, 8. September 2008
Da das Dokumentieren des "unboxings" ja momentan recht beliebt ist, wollte ich auch mal mitmachen. Zwar habe ich die Bilder schon vor rund einem Monat gemacht, aber ich kam erst jetzt dazu darüber zu bloggen.
![]() "Unboxing: Acer Aspire One" vollständig lesen Google Chrome - Es ist nicht alles Gold was glänztWednesday, 3. September 2008
Ja, ich habe mir auch Google Chrome angesehen. Man konnte dem Ganzen ja auch kaum aus dem Weg gehen, nachdem Heise und Golem so ausgiebig darüber berichtet haben. Auf den ersten Blick wirkt der Browser toll, ohne Zweifel. Aber habt ihr euch mal genauer angesehen, was da eigentlich alles installiert wird?
Nach der Installation in meiner VirtualBox, wurde bei dem Start von Windows auch eine GoogleUpdate.exe gestartet. Okay, kann man sich denken. Das wird einfach ein Stück Software sein, welches überprüft ob Updates vorhanden sind. Allerdings wurde ich nicht gefragt, ob ich das haben möchte. Mir ist das erstmal sauer aufgestoßen. Bei vielen anderen Programmen ist so etwas schließlich optional. Wenn man etwas mit schnüffelt, dann merkt man aber schnell, dass nicht nur Versionsnummern überprüft werden. Ich sah z.B. meine E-Mail-Adresse. Ich wusste nicht, dass ich die irgendwie in dem Browser verwendet habe und habe eigentlich auch sonst keine Google-Software in dieser VM installiert. Woher hat dieses Tool meine E-Mail-Adresse und wieso wird die einfach so verschickt? Ich kann zumindest von mir behaupten, dass mir dieses Verhalten gar nicht gefällt. Was ich hier gefunden habe, war auch nur, was ich auf den ersten Blick gesehen habe. Wer weiß, was noch alles für persönliche Daten übertragen werde? Google Chrome ist NICHT OpenSourceEinige werden nun sagen, dass dieser Browser doch OpenSource ist. Falsch! Teile von Google Chrome sind OpenSource, jedoch nicht alles. Dies wurde bei Google ganz geschickt nebelig ausgedrückt. Das zugehörige OpenSource-Produkt nennt sich Chromium und den Quellcode gibt es unter http://dev.chromium.org/Home - welcher sich auch zu einem Produkt ähnlich Google Chrome kompilieren lässt. Aber Chromium ist nicht Google Chrome. Dies bestätigt selbst Google mit folgenden Sätzen, welche man unter http://code.google.com/chromium/ und http://dev.chromium.org/developers/how-tos/getting-started findet. "Google Chrome is built with open source code from Chromium." "Chromium is the open-source project behind Google Chrome." "You can get Chromium's source code and contribute to the project." Der fertige Quellcode von Google Chrome ist also nicht verfügbar und somit bleibt vorerst im dunkeln, was dieser Browser noch alles macht. Die Basis kann man verwenden, aber es sind wohl weiterhin proprietäre Teile vorhanden, so wie es damals auch mit Netscape 6.x und der Mozilla-Suite war. Ist dies Googles Auffassung von OpenSource? Wer auf den Browser nicht verzichten möchte, sollte jedoch zumindest den automatischen Start des GoogleUpdaters verhindern. Dies funktioniert z.B. über Start -> Ausführen -> "msconfig" Dort im Tab "Systemstart" "Google Update" deaktivieren. Aber halt. Das war ja noch nicht alles. Es wurde auch noch ein geplanter Task angelegt. Nun kann man sich fragen wieso das gemacht wurde. Auf jeden Fall sollte man dies auch entfernen: Systemsteuerung -> Geplante Tasks und "GoogleUpdateTaskUser" entfernen. Wer absolut sicher gehen möchte, könnte natürlich noch die Datei GoogleUpdate.exe löschen. Mir ist klar, dass dies nun alles den GoogleUpdater betrifft und nicht Google Chrome, aber nach dem, was ich nun gesehen habe, ist mir dieses Produkt einfach nicht ganz geheuer. Vielleicht handelt es sich auch um einen Irrtum meinerseits, dies kann ich nun definitiv nicht ausschließen, aber trotzdem sollte man sich überlegen, ob man nun auch einer Firma, welche vielerorts schon als Datenkrake verschrien wird, nun auch noch Kontrolle über jegliche Surfgewohnheiten im Netz gibt. P.S.: Und gerne lasse ich mich natürlich auch über dieses Verhalten aufklären. Woopra angetestetSunday, 15. June 2008
Vor einiger Zeit wurde ich auch endlich für Woopra freigeschaltet. Was ist Woopra? Man kann es als ein Web-Tracking und Analyse-Tool bezeichnen. Soetwas gibt es zwar schon öfter, siehe Google Analytics, jedoch nicht in dieser Form, da man hier die Daten live angezeigt bekommt und auswerten kann.
Die Auswertung erfolgt entweder über die Woopra-Homepage, was recht statisch daherkommt, oder über einen Java-Client welcher für Windows, MacOS X und Linux erhältlich ist. Die Clientoberfläche ist nach dem einloggen auf den ersten Blick nicht gerade übersichtlich und sogar verwirrend. Wenn man sich das aber mal genauer anschaut, kommt man doch irgendwann zurecht. Am interessantesten sind wohl die Punkte "live", denn hier wird einem verraten, wer zum jetzigen Zeitpunkt auf der Seite ist. Nicht nur das, man erfährt sogar noch mehr, wie z.B. das Land aus dem der Benutzer kommt, welchen Browser und welches Betriebssystem er nutzt. Am unteren Rand bekommt man ständig eine Art Liveticker angezeigt, welche einem aktuelle Statistiken zu der Seite anzeigt. Einiges scheint jedoch noch nicht so richtig zu funktionieren, wie man hier sieht. -100% wäre ja schon schrecklich, aber -188585,3%? Oh mein Gott... Eine besondere Funktion ist die Möglichkeit mit den Besuchern kommunizieren zu können. Einfach anklicken, eine Nachricht schicken und schon öffnet sich bei dem Besucher ein kleiner Layer, in dem er die Nachricht sieht und welches es ihm auch ermöglicht mittels eines neuem Chatfensters zu antworten. Natürlich kann man nun auch Bedenken äußern, dass Woopra die Besucher zu gläsernen Menschen macht. Aber mal im Ernst, man kann auch so nachsehen wo ein User war und welche Seiten er genau besucht hat. Normalerweise ist es zwar nicht so bequem, aber es ist definitiv möglich. Gibt es denn wirklich noch Menschen im Netz, die glauben sie wären anonym unterwegs? An den ersten Tagen hatte ich oft Probleme. Häufig wurde ich ausgeloggt und konnte mich erst nach einem Neustart des Programms wieder anmelden. Sehr häufig sieht man auch solche Meldungen. ![]() Es gab jedoch auch einige Updates des Clients und ich muss sagen mit der aktuellen Version läuft es doch einigermaßen stabil. Das einzige, was mich momentan an Woopra stört, ist, dass nach 10.000 Pageviews Schluss ist mit den Statistiken. Die Woopra-Homepage sagt dazu folgendes: During the beta period Woopra will track a maximum of 10,000 daily page views. If your site exceeds that number, excess page views will not be tracked. This allows us to maximize the number of beta test sites on the servers and gives users a taste of how Woopra works, while keeping server overhead costs low during development. Dann hoffe ich mal, dass die Beta-Phase bald vorbei ist. Wobei ich auch gespannt bin, wie sich Woopra zukünftig eigentlich finanzieren möchte. Wahrscheinlich muss man wohl etwas zahlen, denn auf der Seite findet sich der Hinweis, dass Woopra während der Beta-Phase kostenlos ist. Es scheint jedoch Pläne zu geben, weiterhin eine kostenlose und dazu noch eine kommerzielle Version anzubieten.
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