Gestern fanden also die Pressekonferenzen von Microsoft, Nintendo und Sony statt.
Die Resonanzen sind gemischt. Während die meisten Leute, die ständig spielen, gesagt haben, dass die von Nintendo richtig schlecht war und Sony seie der Gewinner der diesjährigen E3, so behaupten wiederum viele, die nicht so oft etwas spielen, dass der Vortrag von Nintendo für sie der Interessanteste war.
Die Artikel von
Spiegel Online und
Golem sind eher gegen Nintendo, die
Washington Post dagegen bezeichnet Nintendo als den Star der E3. Was soll man davon nun halten? Nintendo hat wohl genau das erreicht, was sie wollten: Sie erreichen u.a. mit
WiiFit neue Käuferschichten. In zig Medien, die sonst gar nicht über Videospiele berichten, wird WiiFit nun erwähnt. Dagegen werden Sony und Microsoft nur in den üblichen Zeitschriften/Internetseiten/usw. erwähnt. Wer hat nun die E3 besser genutzt?
Sony-Fans bringen als Argument, dass für die Playstation 3 viel mehr Spiele angekündigt wurden als für die Wii-Konsole. Das mag sein. Aber hat man auch mal darauf geachtet, dass Nintendo fast nur First-Party-Spiele angekündigt hat? Und hat man mal darauf geachtet, dass fast alle Spiele, die für die Playstation 3 angekündigt wurden, erst 2008 kommen und zum Großteil aus den immer gleichen 3D-Shootern ohne große Neuerungen bestanden? Also werden diese Spiele wohl nur die Fans dieses Genres holen. Und dafür eine Konsole die hier 599 Euro kostet? Naja, naja...
Sollen sie sich diese Spiele antun, ich spiele bis zu deren Veröffentlichungstermin einfach Super Paper Mario, Metroid Prime 3: Corruption, Super Mario Galaxy, Resident Evil - The Umbrella Chronicles und The Legend of Zelda: Phantom Hourglass. Spiele, die alle noch dieses Jahr veröffentlicht werden.
Aber was ich noch loswerden möchte: Der Bericht von Golem lässt wirklich eine gewisse Neutralität vermissen. Zitat:
Was dann folgte, empfanden wir als reichlich peinlich. Aber nicht, dass Fils-Aime den Wii Zapper vorstellte, eine Art Lightgun, die von kommenden Wii-Actionspielen wie Resident Evil – The Umbrella Chronicles, Medal of Honor oder Ghost Squad benutzt wird. Sondern, dass beim angekündigten Preis von knapp 20,- US-Dollar ein Raunen durch die Journalistenmenge ging. Dabei ist der Zapper nichts anderes als ein in China billig gefertigtes Plastikgestell, in das man sowohl den Wii Controller (vorn) als auch den Nunchuck (hinten, als Griff) einsteckt. Fast derselbe Effekt ließe sich mit einer Holzlatte und etwas Klebeband erreichen, es würde dann nur die "Schusstaste" (die anscheinend mechanisch auf den Zeigefinger-Knopf des Wii Controllers drückt) fehlen - und die Wii-Zapper-Demonstrationssoftware, die - vermutlich anhand von Mini-Spielen - zeigen soll was das Gestell ermöglicht.
Da mochte wohl jemand Nintendo nicht, oder? Zudem finde ich 20$ für solch einen Aufsatz samt Spiel (es wurde nie Demonstrationssoftware genannt) günstig.