Letzten Montag hatte ich meinen ersten Arbeitstag nach meinem zweiwöchigen Urlaub. Da ich am ersten Tag sowieso nicht so recht aus dem Bett kam, habe ich die Bahn etwas später genommen. Dass die Fahrt aber so kurz währen sollte, hätte ich nicht gedacht. Leider blieb meine Armbanduhr stehen und ich musste mich auf die Uhr in meinem Mobiltelefon verlassen. Eigentlich hätte die Zeit gereicht um mir gemütlich ein Bahnticket zu holen, jedoch ging die Uhr am Telefon 5 Minuten nach, so dass ich zur Bahn rennen musste um sie überhaupt zu bekommen.
Ehrlich wie ich bin, habe ich natürlich gleich den Schaffner gesucht um mir ein Fahrschein zu kaufen. Ich wurde recht schnell fündig und habe der Schaffnerin mein Problem erklärt. Sie stellte sich jedoch sofort sturr und wollte mir kein Ticket verkaufen.
Sie: "Dann hätten Sie erst gar nicht hier einsteigen dürfen. Draussen steht doch 'Eintritt nur mit gültigem Fahrschein'."
Ich: "Aber ich hatte doch gar keine Zeit. Könnten Sie mir nicht jetzt noch ein Ticket verkaufen?"
Sie: "Nein, ich kann Ihnen keinen Fahrschein verkaufen. Das dürfen wir eigentlich nur, wenn der Automat nicht funktioniert."
Ich: "Äh... toll, und jetzt?"
Sie: "Jetzt muss ich Sie bitten bei der nächsten Haltestelle den Zug zu verlassen."
Ja, vielen Dank auch. Wieso habe ich es dann schon öfter gesehen, dass in anderen Zügen noch Fahrscheine verkauft wurden obwohl der Automat funktionsfähig war? Also saß ich um 8 Uhr in einem kleinen Dorf namens "Laudenbach" fest und die nächste Bahn wäre 41 Minuten später gekommen. Wäre ich nicht so ehrlich gewesen und wäre schwarzgefahren, dann wäre ich wohl in Weinheim angekommen, da bei dieser kurzen Strecke morgens nicht wirklich oft kontrolliert wird. Wo ist das Problem einem Kunden noch schnell eine Fahrkarte zu verkaufen?
Nur dank
meiner Perle durfte ich nicht fast eine Stunde warten, bis ich arbeiten gehen konnte, denn sie hat mich mit dem Auto abgeholt und in Weinheim abgesetzt. Danke nochmal dafür!