Richtig gelesen: Rettet das Nazometer! Wer sich die ersten paar Folgen von Schmidt & Pocher angesehen hat, der kennt dieses schnuckelige Gerät, welches ausschlägt sobald die Witze durch den Nationalsozialismus belastet sind. Natürlich hat es nicht lange gedauert,
bis sich die ersten Personen aufgeregt haben. So etwas darf in der heutigen Gesellschaft natürlich gar nicht sein. Also, was war die logische Schlussfolgerung?
Der Nazometer wird weichen.
Ja, haben die entsprechenden Personen sich so eine Sendung überhaupt einmal angesehen? Ich konnte keine Witze über die Nazizeit erkennen. Nein, man hat sich eher über genau das lustig gemacht, was eben nun passiert. Sobald irgendwie etwas mit Nazis zu tun hat, regt man sich auf. Egal ob die Aufregung nun sinnvoll ist oder nicht. Und da das meiste eben nicht einmal ausgesprochen wurde, erkenne ich darin auch keine Respektlosigkeit. Es kam eben ganz darauf an, wie man selbst das gesagte verstanden hat bzw. besser: Wie man es verstehen
wollte.
Der Spiegel spricht mir mit
einem aktuellen Artikel nun komplett aus dem Herzen. Zitat:
Sechzig Jahre nach dem Ende des NS-Projekts sollte es allmählich möglich sein, sich über das braune Pack lustig zu machen, statt immer wieder "den Anfängen" zu wehren. Dass es noch immer oder schon wieder Nazis gibt, spricht nicht dagegen. Im Gegenteil. Dort, wo Lehrer, Sozialarbeiter und Politiker nicht mehr weiter wissen, könnten Komiker wenigstens für etwas Abwechslung im Antifa-Zirkus sorgen.
Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.